Private Unfallversicherung Es geht um einen Unfall dann, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis Gesundheitsschäden erleidet.
Eine private Unfallversicherung schützt vor den finanziellen Folgen, die infolge eines Unfalls entstehen können. Sie ist eine Ergänzung der gesetzlichen Unfallversicherung, die nur in Schadensfällen während der Arbeitszeit leistet und ihr Schutz deshalb ungenügend ist.
Der Abschluss einer privaten Unfallversicherung ist sinnvoll vor allem für Kinder, für sportlich aktive Menschen, für Angestellte, die wegen höheren Kosten keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können oder wegen Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten.
Es gibt verschiedene Vertragsformen der privaten Unfallversicherung, die sich nach verschiedenen Personengruppen unterscheiden:
1. Familienunfallversicherung, in der mehrere Personen versichert sind 2. Kinderunfallversicherung, in der nur Kinder versichert sind 3. Einzelunfallversicherung, in der einzelne Person versichert ist 4. Gruppenunfallversicherung, in der eine Gruppe versichert ist
Leistungen:
a. Die Invaliditätsleistung gehört zu den wichtigsten Leistungsarten der privaten Unfallversicherung. Die Höhe der Leistung hängt von der festgelegten Grundinvaliditätssumme, dem Invaliditätsgrad und einer vereinbarten Progression ab. Wenn innerhalb eines Jahres vom Unfalltag eine dauerhafte Behinderung der geistigen oder körperlichen Leistungsfähigkeit eintritt, wird abhängig vom Invaliditätsgrad eine Kapitalentschädigung geleistet. Die Invalidität muss auch ärztlich festgestellt und geltend gemacht werden.
b. Die Todesfallleistung wird dann bezahlt, wenn der Versicherte innerhalb eines Jahres infolge des Unfalls stirbt.
c. Die lebenslange monatliche Unfallrente wird von einigen Versicherern als Ergänzung zu Invaliditätsleistung angeboten. Die vereinbarte Summe wird in der Regel nur ab einem Invaliditätsgrad von wenigstens 50% ausgezahlt. Wenn der Invaliditätsgrad unter 50% liegt, erhält man keine monatliche Rentenzahlung.
d. Das Krankenhaustagegeld bekommt man für die Periode einer unfallbedingten, stationären Heilbehandlung. Der Höchsttermin der Leistung wird in den aktuellen Versicherungsvoraussetzungen der Unfallversicherung begrenzt.
e. Genesungsgeld erhält man nach einem Krankenhausaufenthalt für die gleiche Anzahl von Tagen, für die Krankenhaustagegeld gegeben wurde. Die Höhe und der Höchsttermin der Leistung hängen von den aktuellen Versicherungsvoraussetzungen der Unfallversicherung ab.
f. Die private Unfallversicherung übernimmt bis zur festgelegten Versicherungssumme auch die Kosten kosmetischer Operationen, wenn infolge des Unfalls äußere Verletzungen zurüchbleiben und die versicherte Person zur Beseitigung dieser Folgen einen medizinischen Eingriff braucht.
Ob auch Zahnarztkosten bei der Beschädigung natürlicher Zähne abgedeckt wird, hängt von den aktuellen Versicherungskonditionen der Unfallversicherung ab.
Zu den wichtigsten Leistungsarten einer privaten Unfallversicherung gehört also die Invaliditätsleistung, danach folgen für bestimmte Gruppen die monatliche Unfallrente und die Todesfallleistung.
Ausser den oben genannten Leistungen bietet eine private Unfallversicherung Versicherungsschutz bei Unfällen auch im Ausland. Ausnahme: Für Unfälle, die mittelbar oder unmittelbar durch Kriegs- oder Bürgerkriegs verursacht sind, gibt es keinen Versicherungsschutz. Lizenz-, Berufs- und Vertragssportler sind nicht versichert oder nicht versichbar.
Für Extrem-Sportarten muss man abhängig vom Versicherer Beitragzuschläge bezahlen.
|